Waldbaden der Sinne

„Den Namen des Baumes kannte ich nicht,
aber ich badete in seinem süßen Duft“

Matuoso Bosho

Ist Waldbaden einfach ein Spaziergang im Wald?

Nein, ShinrinYoku ist anders – es ist weit mehr als ein gewöhnlicher Waldspaziergang. 

Der Wald mit seinem Raunen und Rauschen, dem Vogelgezwitscher und dem Plätschern eines Bachlaufs, dem Duft der Nadelbäume aktiviert unseren Parasympathikus, den sogenannten Ruhenerv, den Nerv des Yin.

Er ist für die Erholung und den Aufbau von körpereigenen Reserven zuständig. Im Wald sorgt er dafür, dass die Stresshormone zurückgefahren werden und der Blutdruck sinkt. 

Ein Geschenk für alle, die gestresst sind oder sich gestresst fühlen.

Der Mensch ist ein Naturwesen und untrennbar mit der Natur verbunden.

Was gilt es bei einem Waldbad zu entdecken?

Das Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und das Schmecken !

Bäume die in den Himmel wachsen, 50 m und mehr, haben mit ihren Wurzeln was Standfestes, das uns ein Gefühl von Halt für unsere eigenen Wurzeln gibt. 

Einen Baum ertasten, riechen und dem Rauschen der Blätter lauschen.
Das Saugen des Baumes hören, wie er ganz besonders im Frühling, das Wasser ansaugt. Man kann hören, wie das Holz den Schall leitet.

Der Waldboden, in einer Handvoll Waldboden können mehr Lebewesen sein als es Menschen auf der Erde gibt, und alle leben im Einklang mit der Natur. Den Waldboden riechen und fühlen und die vielen kleinen Lebewesen sehen und ertasten. Wenn man mag, beim Barfuß gehen den Waldboden spüren, hier kannst du erkennen wie vertraut dir die Erde ist. Spüre das weiche, nasse Moos, das knisternde trockene Laub, das Piksen der Steine, oder das kühle und weiche Wasser im Bach.

Die Quelle, das Rauschen einer Quelle die im Wald entspringt zu hören und eventuell zu fühlen, ist was ganz Besonderes.

Die Waldblumen, sie zu riechen und den grünen Teppich aus Gras mit den Augen genießen. Ein entspanntes Farbenspiel der Natur für die Augen, ganz besonders wenn die Sonne durch die Bäume scheint.

Pilze und Früchte, ganz besonders im Spätsommer und Herbst bietet der Wald zahlreiche Beeren zum Naschen. Beeren und Pilze zu riechen und eventuell zu kosten, kann das Waldbad positiv ergänzen.

Die Waldtiere, wenn wir auf ganz besonders leisen Sohlen unterwegs sind, begegnen uns bestimmt einige Waldbewohner von den Bienen, den Ameisen, den Käfern oder einer Maus, zu den Vögeln und vielleicht sogar ein Hase oder Rehe.

Ansonsten ist das Waldbaden „zielfrei“, denn der Weg ist das Ziel…

Die Stille zuzulassen und sich achtsam mit der Natur und dem Wald zu verbinden, das ist Waldbaden.

In Einklang mit uns selbst kommen wir nicht nur, indem wir nach innen gehen.
Auch das Wahrnehmen der äußeren Welt kann uns zu innerem Frieden führen.
Wenn ich ganz im Schauen der Natur um mich herum aufgehe, dann bin ich bei mir,
dann bin ich eins mit mir selbst.

Anselm Grün

Wenn Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, – gönnen Sie sich eine Auszeit bei einem Waldbad der Sinne.
Körper, Geist und Seele werden es Ihnen danken.

Ich möchte Sie dazu einladen, den Wald neu zu erleben, die Naturverbindung achtsam zu spüren.

Achtsamkeit bedeutet: dass man mit seinen Gedanken nur bei dem ist, was man gerade tut.

Lassen Sie sich überraschen. Sie werden den Wald ganz neu erleben.

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